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4. Oktober 2026, 10:00 Uhr |
Erntedank? Ernsthaft? Warum wir Gott mal ganz unhöflich anstarren sollten!
Mal ehrlich: Wann haben Sie das letzte Mal jemals jemanden so richtig intensiv angestarrt? Wahrscheinlich noch nie, das gehört sich schließlich nicht. Doch genau dazu fordert uns ein uralter, ziemlich genialer Text aus der Bibel auf! In Psalm 145,15 heißt es nämlich: „Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit.“ Im hebräischen Urtext bedeutet dieses „Warten“ eigentlich: Gott erwartungsvoll und hungrig anstarrren! Genau das ist der tiefere Sinn von Erntedank – und der ist herrlich provokant für unsere moderne Leistungsgesellschaft. Wir bilden uns in unserem durchgestylten Alltag ja gerne ein, wir hätten alles selbst im Griff. Wir gehen in den Supermarkt, scannen unsere Erdbeeren im Winter an der Selbstbedienungskasse und glauben, wir wären die Könige der Welt. Erntedank holt uns da komplett raus. Das Fest stupst uns mit einem Augenzwinkern an und erinnert uns daran: Die wirklich wichtigen Dinge im Leben – das Wachstum, das Wetter, das Leben selbst und sogar der nächste Atemzug – können wir eben nicht online bestellen oder selbst machen. Sie sind ein Geschenk. Erntedank ist kein verstaubtes Brauchtum für Landwirte, sondern die fröhlichste Rebellion gegen den chronischen Undank unserer Zeit! Es ist die Einladung, den Blick vom eigenen Smartphone zu heben, den Schöpfer hungrig anzustarren und einfach mal laut „Danke!“ zu sagen. Für den vollen Teller, das Leben und die Gewissheit, dass wir versorgt werden. Machen Sie mit? Am Erntedankfest (4.10.) feiern wir zwei Gottesdienste: morgens um 10 Uhr im Guten Hirten einen Festgottesdienst und abends um 19 Uhr in Raa-Besenbek einen Abendgottesdienst. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns mit Erntegaben unterstützen.
Abgabe am Samstag (3.10.) von 10 - 12 Uhr.
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4. Oktober 2026, 10:00 Uhr |